Infektionskrankheiten: Was gibt es außer Impfen?

Wann:
18. Oktober 2021 um 19:00
2021-10-18T19:00:00+02:00
2021-10-18T19:15:00+02:00
Wo:
Onlineveranstaltung
Preis:
Kostenlos
Kontakt:
Attac Hamburg AG Gesundheit
Die AG Gesundheit lädt zur fünften Onlineveranstaltung in der Reihe „Mut zu Zwischentönen“ ein

Bei der Corona-Pandemie haben wir von den Regierenden hinsichtlich der Möglichkeiten medikamentöser Behandlungen bisher lediglich etwas vom Impfen gehört. Entspricht dies eigentlich den medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen von Covid-19?

Generell muss auch bei Virusinfektionskrankheiten gefragt werden:

Sind Impfungen als wichtige, erfolgversprechende und einzig sinnvolle Maßnahmen anzusehen? Was wäre sonst noch zu tun?

Zoonosen (zzt. die wahrscheinlichste These bzgl. der Entstehung des Virus) als ein Ergebnis der industriellen Landwirtschaft und Agrarindustrie schaffen uns die Probleme mit natürlichen Viren. Stellt alleiniges Impfen dafür eine Problemlösung dar?

Können private Produzenten von Impfstoffen überhaupt wegen ihrer Gewinnorientierung das Gemeinwohl beachten – wie es bei globalen Infektionsgeschehen nötig ist? Bei Pandemien, die durch „Laborpannen“ oder biologische Kriegsführung ausgelöst werden, wird das Problem der privatwirtschaftlichen Interessen noch deutlicher.

Bei dem Anspruch, einen medikamentösen Schutz vor Erkrankung entwickeln zu wollen, hätten, wie auch bei anderen Erkrankungen, parallel zu den Impfstoffen z. B. sofort wirkende Schutzstoffe entwickelt werden müssen. Ein gängiges Beispiel ist bei Wundverletzungen neben der Impfung mit Tetanol für die längerfristige Immunisierung die Gabe von Tetagam, Immunstoffen gegen Tetanus, für den Sofortschutz.

Wieso wurde nicht in gleicher Höhe – parallel zur Impfstoffherstellung – die Entwicklung von sofort wirksamen Medikamenten subventioniert? Wären derartige Vorhaben, die unser Gemeinwohl betreffen, nicht besser in öffentlicher Hand?

Wieso spielen die Sichtweise und die Möglichkeiten der Naturheilkunde kaum eine Rolle in der Debatte?

Selbst die WHO spricht davon, dass wir lernen müssen mit dem Virus zu leben. Entsprechend müssen wir Schutz aufbauen. Durch Impfung gegen Covid-19 eine Herdenimmunität erreichen zu wollen, ist angesichts der globalen Verteilung von Impfstoffen in Händen privater Produzenten bei Pandemien dieser Art ein irreales Ziel. Ferner ist das Tempo der biologischen Anpassung der Viren hoch, neue Virenstammvariationen mit zumindest erhöhter Infektiosität entstehen.

Längst sind viele Auswirkungen von Lebensumständen auf Gesundheitszustände bekannt. Auswirkungen der Vireninfektionen bei in Armut Lebenden – auch in den Industrieländern – sind deutlich gravierender. Können Impfungen die Probleme der Verknüpfung von Armut und Krankheit lösen?

Sollte nicht mehr Gewicht auf die Stärkung des individuellen Immunsystems gelegt werden? Wie ist in diesem Zusammenhang die Aussage „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“ (Claude Bernhard, 1831–78) zu bewerten? Was würde das Ernstnehmen dieser Aussage für die Auseinandersetzung mit Corona gesellschaftlich bedeuten?

Wieso spielt die kollektive Immunabwehr, also z. B. die Erhaltung (bzw. Wiederherstellung) einer gesunden Umwelt (sauberes Wasser, saubere Luft, Landwirtschaft ohne Pestizide, ordentlicher Wohnraum für alle, umfassende gesundheitliche Vorsorge) so gar keine Rolle in der Diskussion?

Was könnten die Gründe sein, warum diesen Fragen in der öffentlichen Debatte so wenig Raum gegeben wird?

Mit dem Begriff Impfgegner werden pauschal auch jene bezeichnet, die lediglich eine kritische Haltung gegenüber den neuen Impfstoffen haben, für die nur eine Notfallzulassung erteilt wurde. Allzu häufig wird dieser Gruppe vorgeworfen, sich nicht solidarisch zu verhalten. Warum aber werden von der WHO längst zugelassene traditionelle Totvirenimpfstoffe, die erfolgreich international eingesetzt wurden, bei uns vorenthalten? Wird Impfen als sozialer Spaltpilz eingesetzt?

Und grundsätzlich: Ist es durch die Datenlage gedeckt, Corona so völlig anders zu behandeln als andere Infektionskrankheiten?

Diesen und weiteren Fragen – auch von Ihnen – wollen wir am 18. Oktober 2021 Raum geben und wir laden Sie zu unserer Diskussion herzlich ein.

Die Moderation hat Nora Steen, Leiterin des Christian Jensen Kollegs in Breklum, übernommen.

Unsere Gäste sind:

Jens Berger, Nachdenkseiten

Thomas Schopf, Arzt, Hamburg

Prof. Dr. Dr. Christian Schubert, Psychoneuroimmunologe, Universität Innsbruck

 

Veranstalter ist Attac Hamburg.

Mitveranstalter sind:

Christian Jensen Kolleg

Evangelische Akademie der Nordkirche

Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e. V.

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts

UmweltHaus am Schüberg

XING-Regionalgruppe Hamburg

Weitere Mitveranstalter sind angefragt.

Zugangsdaten
Der Zoom-Zugangslink lautet:

https://us06web.zoom.us/j/87503948545?pwd=Q1d0YzZINmxINUxGK29yeTF5NXRpUT09

Meeting-ID: 875 0394 8545

Kenncode: 100107

 

Wir beabsichtigen, die Veranstaltung aufzuzeichnen. Mit dem Beitritt zur Veranstaltung erklären sich Teilnehmer*innen damit einverstanden, dass Namen oder Gesichter möglicherweise in der Öffentlichkeit Verbreitung finden.

 

SPENDENAUFRUF: Unsere Veranstaltungsreihe kostet Geld und soll fortgesetzt werden, deshalb bitten wir um eine Spende (Richtwert 10 Euro, gern mehr falls möglich!) an

Attac Trägerverein e. V.
IBAN: DE57 43060967 0800100800
BIC: GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank
Stichwort: Attac Hamburg „Mut zu Zwischentönen“

Vielen Dank dafür!

Wichtig: Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs ist Attac Deutschland aktuell nicht gemeinnützig, Spenden können somit steuerlich nicht geltend gemacht werden.

Hinweis: Die Veranstalter betonen ausdrücklich, dass sie eine kritische Debatte über die genannten Fragen für dringend notwendig halten. Dies muss jedoch in einer rein sachbezogenen Form durch die demokratischen Kräfte erfolgen. Von rechtsextremen oder rechts offenen Positionen und Institutionen grenzen sich die Veranstalter ausdrücklich ab.

Änderungen sind vorbehalten.

Informationen zu früheren Veranstaltungen

 

Zur vierten Onlineveranstaltung in der Reihe „Mut zu Zwischentönen“: Stirbt die Vielfalt von Kultur mit Corona und mit ihr Solidarität?

 

Mut zu Zwischentönen – Einführung zur dritten Onlineveranstaltung

 

Mut zu Zwischentönen – Einführung zur zweiten Onlineveranstaltung am 11. März 2021

 

„MUT ZU ZWISCHENTÖNEN?“ (Onlineveranstaltung)

Zur ersten Videoveranstaltung in der Reihe „Mut zu Zwischentönen“