Krankenhaus Groß-Sand bleibt!

Endlich sei mit der Krankenhausübernahme durch die Immanuel Albertinen Diakonie und die St. Franziskus-Stiftung Münster sogar eine ökumenische Problemlösung in Sicht. Aber leider sehen wir nichts und hören auch nichts. Die bisherige Intransparenz setzt sich fort. Was wird da verhandelt und geplant?

Statt weiterer Nebelkerzen transparente Planung der gesundheitlichen Versorgung

Deshalb waren am 14. September 2021 in den großen Saal des Bürgerhauses in Hamburg-Wilhelmsburg Vertreter der Kirche, die Senatorin für Gesundheit und Soziales Hamburgs sowie die Parteien CDU, die GRÜNEN, SPD und Die Linke eingeladen.

Die Teilnahme abgesagt hatten ausgerechnet kirchliche Vertreter sowie die Senatorin Hamburgs, die für die Sicherstellung der Versorgung im Krankenhaus verantwortlich ist.

Kritik an fehlender Integration von Kompetenzen kam aus dem gut besuchten Bürgerhaus in Wilhelmsburg von Beschäftigten des Krankenhauses, von niedergelassenen Arztpraxen in Wilhelmsburg sowie aus der Bevölkerung Wilhelmsburgs.

Auch alle anwesenden Parteivertreter, außer die der CDU, stimmten dieser Kritik zu. Gewunden hat sich Claudia Loss, die zugleich als Sprecherin der Gesundheitsbehörde auftritt.

Ein Einbeziehen zumindest in die Verhandlungen der konzeptionellen Versorgungsplanungen ist erforderlich!

Seit Langem existiert eine sogenannte Lenkungsgruppe, die sich um Fragen des Fortbestehens des Krankenhauses Groß-Sand kümmern würde. Informationen zu ihrer Tätigkeit gibt es nicht.

Die Zusammensetzung der Lenkungsgruppe, bestehend aus dem Hamburger Senat, den Krankenkassen und der kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, signalisiert die Fokussierung auf Wirtschaftlichkeit. Die kassenärztliche Vereinigung als finanzieller Träger ambulanter Versorgung lässt an ein Versorgungsmodell in Form eines Integrierten Notfallzentrums denken.

Wilhelmsburg braucht SEIN Krankenhaus

Dank des eindeutigen Meinungsbildes aus der Bevölkerung, Wilhelmsburg brauche sein Krankenhaus, konnten sich alle Parteien dazu hinreißen lassen, ein klares Votum abzugeben.

Für eine wohnortnahe stationäre Grund-, Regel- und Notversorgung. Kein Abbau bei der zukünftigen Versorgung – Aufbauen ist angesagt!

Ein integriertes Notfallzentrum unter der Leitung eines Kassenarztes ist angesichts der Anforderung an hohe fachliche Qualifikation, auch bei den Mitarbeitern, ein hoher finanzieller Aufwand.

Integrierte Notfallzentren werden aber als Möglichkeit der Kostendämpfung propagiert und so verbleibt nur Sparen an den Personalkosten und damit an der Qualifikation der Mitarbeiter. Entsprechend lautet auch die Skepsis und Kritik der deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin,  DIVI.

Patientenversorgung vor Wirtschaftlichkeit!